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Maibowle Cocktail mit Waldmeister

Maibowle Cocktail mit Waldmeister

Nachdem ich mich im Frühling so langsam etwas mit dem Thema Wildkräuter beschäftigt habe, kam auch der Waldmeister wieder auf meinen Radar. Eigentlich assoziiere ich damit ja eher irgendwas giftig Grünes, was irgendwie künstlich schmeckt. Schon alleine, weil ALLES, was man zu kaufen bekommt, grün eingefärbt ist. Den Gedanken schob ich dann erstmal wieder beiseite, weil ich dachte, dass es nun wahrlich Schmackhafteres gibt, was man ausprobieren kann. Dann stolperte ich aber zuerst eine Straße weiter über eine regelrechte Waldmeisterplantage hinter einem großen Altbauhaus und zwei Tage später über Waldmeister im Topf in einem Supermarkt.

Also dachte ich „Versuch macht kluch“ und hab den kurzerhand eingepackt und erstmal auf dem Balkon eingepflanzt, damit er noch etwas wachsen kann. Das tat er und so hab ich neulich geerntet und mich zuerst an Maibowle probiert. Nunja. Was soll ich sagen: Es ist super lecker und hat (zum Glück) nichts mit dem zu tun, was man so bekommt. Der Geschmack ist – zumindest bei meinem – schon waldmeisterlich, aber auch etwas zimtig. Und das harmoniert super mit Wein, Sekt und Zitrusfrüchten. Weil ich allerdings keinen kompletten Topf Bowle machen wollte, habe ich das Ganze mal auf Cocktailgröße optimiert. Etwas Zeit braucht es leider trotzdem, aber es lohnt sich! 🙂

Waldmeister in freier Wildbahn

Waldmeister ist ein wenig tricky, was die Pflanze selbst und ihre Verwendung betrifft. Er ist mehrjährig und wächst bevorzugt in Buchenwäldern, lässt sich aber durchaus auch im Garten kultivieren, wenn dieser schattig ist und feuchten Boden hat. Charakteristisch sind seine rauen, in Sternform angeordneten Blätter. Verwechseln kann man ihn mit Labkräutern, zu deren Gattung er auch gehört. Was hier in Leipzig im Auwald sehr viel wächst ist das Kletten-Labkraut. Das sieht ähnlich aus, ist auch essbar, hat aber nicht den typischen Duft bzw. Geschmack. Und da wären wir auch schon beim wichtigsten Punkt:

Für den Geschmack des Waldmeisters verantwortlich ist Cumarin, das zum Beispiel auch Zimt und Tonka enthalten. Im Waldmeister entfaltet es sich erst bei Trocknung (oder Verwendung von Ethanol). Es ist in größeren Mengen allerdings toxisch und sollte deshalb nur in kleinen Mengen (und von empfindlichen Menschen und Schwangeren gar nicht) genossen werden (Mehr Infos dazu gibt es zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale).

Gegen ein Glas Waldmeisterbowle spricht allerdings nichts, denn die wird nur kurz aromatisiert, und deshalb gibt es dafür für euch das Rezept:  

Maibowle Cocktail mit Waldmeister

Maibowle mit Waldmeister, Sekt und Weißwein

Die Maibowle mit leckerem Waldmeister kann man auch als Cocktail genießen.
Gericht Cocktail
Land & Region Deutsch

Zutaten
  

  • 1-2 Stängel Waldmeister (Komplett mit Blättern. Über Nacht angetrocknet!)
  • 4 Blatt Minze
  • 150 ml Weißwein trocken
  • 100 ml Sekt halbtrocken
  • 2 Scheiben Zitrone
  • 2 Scheiben Limette

Anleitungen
 

  • Den Waldmeister einige Stunden antrocknen lassen, da er erst dann das typische Aroma entfaltet.
  • Den Weißwein in ein kleines Glas geben und den angetrockneten Waldmeister 30 Minuten hineinhängen.
  • Die Minze etwas anquetschen, damit das Aroma rauskommt.
  • Eiswürfel, Zitrone, Limette und Minze in ein Glas geben.
  • Den Waldmeister aus dem Wein entfernen und diesen über das Eis gießen.
  • Mit Sekt aufgießen.
Keyword Sekt, Waldmeister, Wein, Weißwein

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